Grünanlagen

Radweg durch Nelly-Sachs-Park eröffnet

Berlin, 17. August 2007

Park neu gestaltet - Geh- und Radweg vier Meter breit asphaltiert

Mit der offiziellen Eröffnung durch den Umweltstadtrat des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg, Oliver Schworck, wurde der neue gemeinsame Geh- und Radweg durch den Nelly-Sachs-Park jetzt der Öffentlichkeit übergeben. Mit vier Metern Breite bietet der neue Asphaltstreifen für Radfahrer eine attraktive Alternative zur stark befahrenen Potsdamer Straße.

Vor allem für Anwohner hat der Park nun deutlich an Attraktivität gewonnen, wie eine Umfrage des Fahrradbeauftragten am Freitag Abend vor Ort ergab: "Wir wohnen bereits seit vielen Jahren direkt am Park, haben uns wegen der Dealer, der engen Wege und der Unübersichtlichkeit hier nie getroffen", sagt eine Anwohnerin. "Jetzt ist alles viel offener und freundlicher und unsere Kinder können hier ungestört Rad fahren."

Hintergrund des Umbaus waren unter anderem zahlreiche Beschwerden von Radfahrern beim ADFC, die die plötzliche Sperrung der Verbindung durch den Nelly-Sachs-Park als sichere Alternative zur Potsdamer Straße beklagt hatten.

Weiter zur offiziellen Pressemitteilung des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg

 

Berlin: Massive Beschwerden über Grünflächenamt Tempelhof-Schöneberg

Berlin, 17. Oktober 2006

Seit einigen Wochen beschweren sich fast täglich Radfahrer über massive Kontrollen des Ordnungsamtes Tempelhof-Schöneberg in Grünanlagen des Bezirkes. Hintergrund ist eine durch das Grünflächenamt vertretene Rechtsauffassung, nach der das Rad fahren auf vielen Grünverbindungen plötzlich verboten ist.

So war der Nelly-Sachs-Park bisher eine ruhige und sichere Grünverbindung für Radfahrer im Verlauf der Dennewitzstraße parallel zur stark befahrenen Potsdamer Straße - jetzt kassiert hier regelmäßig das Ordnungsamt.

Besonders verwundert reagierten Radfahrer auf die Kontrollen im Hans-Baluschek-Park - einem Teil des Schöneberger Südgeländes zwischen dem neuen Fernbahnhof Südkreuz und dem S-Bhf. Priesterweg. Hier wurde im Jahr 2003 ein vier Meter breiter Asphaltstreifen als gemeinsamer Geh- und Radweg durch die Grün Berlin Park und Garten GmbH fertiggestellt. Pech nur, dass sich niemand um eine entsprechende Ausschilderung kümmerte - jetzt bittet auch hier das Ordnungsamt zur Sofortkasse.

Offenbar wenig Beachtung findet in Tempelhof-Schöneberg das Berliner Grünanlagengesetz, das "die Bezirke verpflichtet, Flächen für entsprechende Nutzungen (zum Beispiel zum Rad fahren) in angemessenen Umfang auszuweisen". Bezirke wie Mitte oder Lichtenberg praktizierten das Gesetz durch die Freigabe aller breiten Wege in Grünanlagen. Die zuständige Amtsleiterin des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg, Ute Heinrich, sieht jedenfalls auch auf mehrfache Nachfragen keinen Handlungsbedarf - ein Gespräch mit dem Fahrradbeauftragten lehnt sie ab.

Hintergrund Berliner Grünanlagengesetz (pdf-Datei 50KB)

Beschwerden an den Bezirksbürgermeister Tempelhof-Schöneberg Ekkehard Band
 

Stiftung Preußische Schlösser und Gärten gibt Wege frei

Ab 1. Januar 2008 ist das Rad fahren auf dem Uferweg im Neuen Garten und im Park Babelsberg erlaubt

Berlin, 18. Dezember 2007

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten hat heute ihre Entscheidung zum Rad fahren in den Potsdamer Schlossgärten bekanntgegeben.

So dürfen Radfahrer ab dem kommenden Jahr auf dem Berliner Mauerweg durch den Neuen Garten am Jungfernsee auch legal Rad fahren. Eine Zählung der FU Berlin hatte zuvor an einem Wochenendtag bis zu 2.996 Fahrradfahrer im gesamten Neuen Garten ergeben.

Auch im Park Babelsberg darf künftig erstmals von Klein Glienicke an der Havel entlang zum Strandbad und weiter bis zur Grenzstraße legal Rad gefahren werden. Außerdem darf weiterhin auf allen asphaltierten Ökonomiewegen im Neuen Garten, im Park Babelsberg und in Sanssouci geradelt werden.

Auf allen bisher als "Schiebestrecke" ausgewiesenen Verbindungen in den Schlossparks waren tatsächlich 83,9 Prozent der Fahrradfahrer gefahren, nur 16,1 Prozent haben ihr Rad geschoben.

Anwohner und Touristen, aber auch Politiker und der ADFC hatten sich bereits seit Jahren bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) um eine fahrradfreundliche Lösung bemüht. So hatten sich im Juli 2007 in einer repräsentativen Umfrage der Berliner Zeitung 75 Prozent der Befragten für eine Freigabe von breiten Wegen zum Rad fahren in den Schlossgärten ausgesprochen, selbst von den über 60-Jährigen immerhin noch 54 Prozent. In einer Diskussionsveranstaltung der SPSG hatten sich Mitte Oktober 2007 nahezu alle Teilnehmer für die Freigabe der Uferwege und anderer wichtiger Fahrradverbindungen ausgesprochen.

Auch in die Freigabe des Spree-Radweges im Schlosspark Charlottenburg ist Bewegung gekommen, eine endgültige Entscheidung dazu soll nach Angaben der SPSG bis zum Frühjahr 2008 fallen. 

Offizielle Pressemitteilung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten nachlesen 

Zählung, Befragung und Beobachtung der FU Berlin zum Radfahren in den Parks Sanssouci, Babelsberg und Neuer Garten nachlesen 

Testbefahrung des Berliner Mauerweges (Abschnitt Griebnitzsee - Neuer Garten - Staaken) in der RadZeit 2/2007 (pdf-Datei 5MB, Seiten 20-25) nachlesen 

 


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