Kreisfahrt 2007

ADFC-Kreisfahrt: 3.000 Fahrradfahrer demonstrierten in Berlin

Berlin, 22. September 2007

Fahrradmitnahme im ICE und neue Radspuren an Kreuzungen gefordert

Die siebente ADFC-Kreisfahrt setzte am Samstag zum europaweiten Aktionstag “In die Stadt – ohne mein Auto” ein deutliches Zeichen. Rund 3.000 Fahrradfahrer fuhren entlang vieler wichtiger Hauptstraßen auf einer knapp 40 Kilometer langen Strecke vom Brandenburger Tor zum Bahnhof Südkreuz. Dort fand die Kreisfahrt beim ersten Umweltfest der S-Bahn Berlin einen neuen Abschlussort.

Bei schönstem Spätsommerwetter zeigte die Kreisfahrt nicht nur den Teilnehmern, sondern auch den vielen Touristen und samstäglichen Einkäufern am Straßenrand, dass Berlin beste Voraussetzungen für einen Umstieg aufs Fahrrad bietet.

Der ADFC forderte auf der Kreisfahrt, endlich die Fahrradmitnahme im ICE freizugeben – 80 Prozent der Deutschen halten dies laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des ADFC Berlin für ein wichtiges Serviceangebot der Bahn. Die Deutsche Bahn hatte den Ausschluss von Fahrrädern unter anderem mit entsprechenden Kundenwünschen begründet.

Damit der Fahrradverkehr nicht nur attraktiver wird und mehr Menschen aufs Rad umsteigen, wurde vor allem auch eine sichere Gestaltung von Kreuzungsbereichen gefordert. Dazu zählen Radspuren für geradeausfahrende Fahrradfahrer in Mittellage, links der rechtsabbiegenden Kraftfahrzeuge. So sollen schwere Fahrradunfälle im toten Winkel von Lkw vermieden werden – seit 1. Januar 2007 sind die neuen Radspuren Teil der überarbeiteten Regelpläne für die Berliner Verwaltung und könnten an vielen Kreuzungen kurzfristig umgesetzt werden.