ADFC-Kreisfahrt: 500 fordern Wende in der Verkehrspolitik

Mehr als 500 Fahrradbegeisterte forderten auf der ADFC-Kreisfahrt einen Tag vor der Berliner Wahl eine Wende in der Verkehrspolitik. Unter dem Motto „Berlin wählt Fahrrad“ fuhren sie rund 38 km um das Stadtzentrum herum.

Die 16. ADFC-Kreisfahrt fand am 17. September zeitgleich mit zwei anderen großen Demonstrationen statt. Nach seinem Start am Brandenburger Tor fuhr der Fahrrad-Demonstrationszug in einem großen Kreis um das innere Stadtgebiet. Dabei passierte er zahlreiche U- und S-Bahnhöfe, an denen weitere Teilnehmende hinzukamen. Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle und endete gegen 17:15 Uhr am Potsdamer Platz.

ADFC-Landesvorsitzende Eva-Maria Scheel sagte am Rande der Demonstration: „Bei der Wahl geht es auch um die Frage: Wie kann Berlin weiter wachsen und trotzdem eine lebenswerte, moderne Stadt sein, die nicht in Autostaus erstickt? Radverkehr spielt dabei eine zentrale Rolle und muss endlich entsprechend gefördert werden. Mit der Radverkehrsstrategie gab es lange Zeit ein gutes Konzept, das jedoch kaum umgesetzt wurde. Die neue Regierung muss jetzt zeigen, dass sie es ernst meint und handeln.“

Mit seinen im Juli veröffentlichten Forderungen zeigte der ADFC, welche Weichen jetzt gestellt werden müssen, damit 2025 alle Berliner schnell, sicher und komfortabel in ihrer Stadt Rad fahren können. Die Forderungen erwartet der Verband als Bestandteil der Koalitionsverhandlungen nach der Wahl. Die Ziele und Programme der Parteien hatte der ADFC vor der Wahl geprüft, die Ergebnisse finden sich hier.