1.250 radeln beim Ride of Silence 2017 in Berlin

Foto: Florian Boillot

Rund 1.250 Menschen fuhren am Mittwoch, den 17. Mai, auf ihren Fahrrädern schweigend und überwiegend weiß gekleidet durch Berlin. Der ADFC Berlin organisierte die Demonstration zum Gedenken an Radfahrende, die im Straßenverkehr ums Leben kamen und als Zeichen an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung.

Der Ride of Silence fand neben Berlin in mehr als 450 Städten auf der ganzen Welt statt. In Berlin hatte der ADFC gemeinsam mit dem Volksentscheid Fahrrad und den Initiativen Autofrei Leben e.V. und Fahrradbande zu der Veranstaltung aufgerufen.

Evan Vosberg, stellvertretender Landesvorsitzender des ADFC Berlin: „Dass so viele Menschen unserem Aufruf gefolgt sind, zeigt: Die Menschen in Berlin wollen Rad fahren – und zwar, ohne dabei um Gesundheit und Leben zu fürchten. Gemeinsam haben wir heute ein starkes Zeichen für mehr Sicherheit im Verkehr gesetzt.“

Der Demonstrationszug war überwiegend weiß gekleidet und passierte Orte, an denen in den vergangenen Jahren Radfahrerinnen und Radfahrer ums Leben kamen. An vielen Unfallorten mahnen die weiß lackierten Geisterräder des ADFC. Die Demonstration endete mit einer Schweigeminute am Roten Rathaus.

2016 kamen 17 Radfahrerinnen und Radfahrer in Berlins Verkehr ums Leben. Das ist die höchste Todeszahl seit 13 Jahren. Auch in diesem Jahr wurde bereits ein Radfahrer getötet: der 80-Jährige wurde, wie so viele vor ihm, von einem rechtsabbiegenden Lkw überrollt.

Vosberg: „Das geplante Radgesetz muss möglichst schnell von den Regierungsfraktionen beschlossen und von den Verwaltungen auf Landes- und Bezirksebene umgesetzt werden. Nur so schaffen wir ein Berlin, dass seinem wachsenden Radverkehr endlich gerecht wird. Egal ob Kind oder Senior – alle sollen in Berlin sicher Rad fahren können.“