Wer jetzt ohnehin an den Service denkt, der früher auf großen Bahnhöfen selbstverständlich war, ist auf dem Holzweg. Auch nicht gemeint sind die bemitleidenswerten Herren, Sherpas genannt, die in Himalayas Höhen dafür sorgen, dass unsereins unbeschwert in größter Höhen kraxeln kann.
Es handelt sich vielmehr um ein Rohr- oder Drahtgestell, dass ans Rad geschraubt, Lasten ergo Gepäck tragen soll.
Die Einschränkung "soll" lässt es schon erahnen: Nicht jeder Gepäckträger wird seiner Aufgabe gerecht.
Als Material kommt eigentlich nur Aluminium und Stahl zum Einsatz. Aluminium |
Stahl... ist bei gleichem Materialaufwand schwerer als Aluminium. ... ist deutlich "steifer" als Aluminium. D. h., es können bei gleichem Rohrdurchmesser erheblich viel steifere Konstruktionen gebaut werden. So sind im Vergleich zu vergleichbar steifen Aluminiumkonstruktionen filigranere Kontruktionen möglich. Der Materialabrieb ist deutlich geringer. Nachteil: Stahl "rostet" (korrodiert an der Luft, siehe Bild)). Über kurz oder lang "rostet" deshalb eine Stahlkonstruktion durch. Deshalb muss der Stahl z. B. durch eine Lackierung geschützt werden. Ausnahme ist Edelstahl. Dieser korrodiert nicht ist aber erheblich teurer. |
Einfache Modelle ...
... bestehen aus einem dünnen Draht und nur einer Strebe, welche die Last am Ausfallende ("unten") abstützt.Derartige Gepäckträger kranken an dreierlei Dingen: 1. droht der Draht bei größeren Lasten zu biegen oder zu brechen. Das kann jeder selbst nachvollziehen, indem man eine Stange zu verbiegen versucht oder ein Rohr: Das Rohr setzt dem Verbiegen einen deutlich größeren Widerstand entgegen. 2. stützt nur eine Strebe die Last. Das ist nur bei geringen Lasten ausreichend. 3. verläuft diese Strebe auch noch in einem ungünstigen Winkel, nämlich schräg, zum Ausfallende. D. h. die Last wird nicht senkrecht eingeleitet sondern ebenfalls schräg und droht dadurch wiederum zu verbiegen. Einige Hersteller versuchen diesen Problemen dadurch entgegen zu wirken, dass sie dickere Streben und Rohre statt Draht verwenden. Das erhöht zumindest die zulässige Zuladung eines Gepäckträgers. |
Die Mittelklasse ...
... zeichnet sich dadurch aus, dass in der Regel kein Draht mehr verwandt wird. Stattdessen kommen dünne Rohren oder eben ein besonders dicker Draht zum Einsatz. Auch Schwachpunkt Nr. 2 wird entschärft: Jetzt führen zwei Tragestreben zum Ausfallende ("nach unten") von denen zumindest der vordere in der Regel nahezu senkrecht steht und so die Last gut ableiten kann. Aber auch in dieser Klasse gibt es Mogelpackungen: Gepäckträger die z. B. weiterhin sehr dünne Streben besitzen, die selbst wenn ihre Anzahl auf drei steigt weiter bruch- und biegegefährdet bleiben. |
High End
... gibt es auch bei Gepäckträgern: 1. Das Material z. B. Titan oder Edelstahl. Beide Metalle haben den Vorteil, dass sie nicht korrodieren ("rosten") und, zumindest letzteres, sehr fest sind. 2. Die Konstruktion, die bereits genanntes mit weiteren Features, wie einer Schlossaufnahme, einer geschützten Lampenhalterung oder besonders dicken Rohren vereint. 3. Kann der Gepäckträger schon in die Rahmenkonstruktion intergriert sein. Das hat mehrere Vorteile. |
Stahl
... bestehen aus einem dünnen Draht und nur einer Strebe, welche die Last am Ausfallende ("unten") abstützt.





