Rückenwind für Neuköllns Radverkehr

Schnelle Umsetzung einer Radspur zwischen Weichselstraße und Hermannplatz

Radfahrende haben ja bekanntlich immer Gegenwind. Um so angenehmer, wenn man plötzlich das Gefühl hat, er käme von hinten. Dieses Gefühl stellte sich am 11.01.2017 auch ganz ohne Fahrrad ein. Im warm beheizten Puschkin-Zimmer des Neuköllner Rathauses verkündete Bürgermeisterin Franziska Giffey den Mitgliedern des Ausschusses für Straßen, Grünflächen und Ordnung sowie den zahlreich erschienenen Bürger/innen, wie sie sich Verkehr auf der Karl-Marx-Straße vorstellt: Auf dem Abschnitt von der Weichselstraße bis zum Hermannplatz soll bis zum Frühjahr 2018 die Fahrbahn saniert und ein Radfahrstreifen markiert werden.

Das Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln hat hierzu einen Vorschlag vorgelegt. Auto- und Radverkehr sollen getrennt werden durch einen Mehrzweckstreifen mit Parkbuchten, Radbügeln und Zonen für den Lieferverkehr. Diese Idee wurde beim Treffen der ADFC Stadtteilgruppe Neukölln engagiert diskutiert. Immer wieder faszinierend, was für Aspekte in so einer Gruppe von Radfahrbegeisterten aufblitzen. Da wird das Für und Wider gedreht, gewendet und beleuchtet bis der Konsens da ist: Auch wenn es Bedenken wegen der vielen Ein-/Ausfahrten und der links parkenden Autos (Türen!) gibt, ist man sich einig: Wir sollten ruhig mal was probieren. Aber es muss im Erprobungszeitraum gründliche Untersuchungen der Verkehrssituationen und eventueller Probleme geben. Und eine Mindestbreite der Radspur von 3 Metern ist natürlich Pflicht. Der Vorschlag des Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln kann hier runtergeladen werden.: Vorschlag-Radspur-KMS_20161212.pdf