Keine halben Sachen! Fahrraddemo für sichere Hasenheide

Auch in der Hasenheide werden wir den grünen Rad-Teppich ausrollen! Foto: ADFC Berlin

An der Hasenheide in Kreuzberg soll mit viel Verspätung endlich der erste geschützte Radfahrstreifen gebaut werden. Doch die aktuelle Planung sieht nur zwei Meter Platz für Radfahrende vor – zu eng, um einander sicher zu überholen. Der restliche Platz soll an überbreite Kfz-Parkplätze gehen. Demonstriert mit uns am 6.9. um 18 Uhr für einen breiten, sicheren Radfahrstreifen!

Treffpunkt:

6.9.2018, 18 Uhr

Südstern, Ecke Hasenheide (vor Little John Bikes).

Hintergrund:

Radfahren auf der Hasenheide ist stressig und gefährlich: In Richtung Hermannplatz hat die mehrspurige Hauptstraße keinerlei Radinfrastruktur. Im November letzten Jahres kündigte der Senat dort für Frühjahr 2018 den Bau des ersten geschützten Radfahrstreifens nach neuem Standard an – mit grünem Belag und durch Poller vom Autoverkehr getrennt. Nun, da der Bau mit einem halben Jahr Verspätung starten soll, zeigt sich: Der Radfahrstreifen soll nur 2,25 m breit werden – zu schmal zum überholen. Das widerspricht einschlägigen Regelwerken, die besagen, überschüssige Fläche bei der Aufteilung des Straßenraums dem Fuß- oder Radverkehr zuzuschlagen. Stattdessen sollen in der Hasenheide überbreite Kfz-Parkplätze für noch größere SUVs der nächsten Generation entstehen, obwohl der notwenige Raum von 2,75 Meter für den Radstreifen vorhanden wäre.

ADFC-Forderung:

Auch 50 cm schmaler entsprechen die Kfz-Parkplätze noch dem heutigen Standard. Dieser zusätzliche Platz muss dem Radfahrstreifen zugesprochen werden, damit Radfahrende in sicherem Abstand an den Stahlpollern vorbeikommen, sich überholen und auch breitere Transport- oder andere Spezialräder nutzen können.

Keine halben Sachen – sichere Radfahrstreifen statt Schmalspurlösungen!