Radwege verbinden Menschen: ADFC-Vier-Routen-Demo fordert bessere Zusammenarbeit für sicheres Radfahren

Unter dem Motto „Radwege verbinden Bezirke – sicher auf der B96/B96a“ ruft der ADFC Berlin heute zu einer Vier-Routen-Fahrraddemonstration auf. Zwei Routen starten in Brandenburg, zwei im südlichen Berlin. Gebündelt kommen alle Radfahrenden vor dem Bundesverkehrsministerium an. Gemeinsam fordern sie dort Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit sowie geschützte, breite Radwege und sichere Kreuzungen. Der ADFC Brandenburg unterstützt die Demo und fordert durchgehende Radwege über die Landesgrenze hinweg.

„Auf vier Routen zeigen wir heute: Radwege verbinden Bezirke. Statt einem Flickenteppich aus Tempo 30-Zönchen, fordern wir Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit. Statt Radwegen die an der Bezirksgrenze im Nichts enden, fordern wir ein stadtweites Radnetz. Und um Kreuzungen endlich wirksam zu entschärfen, fordern wir ein berlinweites, gemeinsames Vorgehen von Senat und Bezirken. Auf Straßen wie der B96/B96a sind die Menschen in Berlin bezirksübergreifend unterwegs. Sichere Radinfrastruktur muss gesamtstädtisch gedacht und gebaut werden. Statt Prozessverzögerungen und Verwaltungs-Ping-Pong, braucht es Kompetenzbündelung und bessere Zusammenarbeit zwischen den dreizehn Berliner Verkehrsverwaltungen“, sagt Frank Masurat, Vorstandsvorsitzender des ADFC Berlin.

„Der so genannte Berliner Speckgürtel ist für den Alltagsradverkehr noch immer zu wenig erschlossen. Auf ihren alltäglichen Wegen pendeln die Menschen zwischen Brandenburg und Berlin. Diese Wege müssen endlich auch für das Rad sicher und komfortabel sein. Statt Radwege an der Landesgrenze enden zu lassen, braucht es eine integrierte Planung und gute Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und Berlin. Radwege verbinden nicht nur Bezirke, Radwege verbinden auch Länder“, sagt Dr. Stefan Overkamp, Vorstandsvorsitzender des ADFC Brandenburg.

Mit einer Vier-Routen-Fahrraddemo ruft der ADFC Berlin rund ein Monat vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl und den Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen unter dem Motto „Radwege verbinden Bezirke – sicher auf der B96/B96a“ dazu auf, sichere Radinfrastruktur als gemeinsames Projekt zu begreifen. Um eine schnellere Umsetzung des Mobilitätsgesetzes in Berlin zu gewährleisten, fordert der ADFC Berlin, dass Planung, Anordnung, Umsetzung und Unterhalt von Neubau, Ausbau und Umbau von Radinfrastruktur (Radschnellverbindungen, Vorrangnetz und Radverkehrsanlagen an Hauptverkehrsstraßen) in einer senats- und bezirksübergreifenden Organisationseinheit (z.B. infraVelo) gebündelt werden. Diese Organisation muss mit dem für die Umsetzung notwendigen Personal, Finanzen und Kompetenzen ausgestattet werden.

Der ADFC Brandenburg fordert, dass die Brandenburger Gemeinden im Berliner Speckgürtel durch Verlängerung der und Zubringer zu den geplanten Berliner Radschnellverbindungen und Vorrangrouten fahrradfreundlich erschlossen werden. Die Qualität der Radwege, ihr Ausbauzustand und die verkehrsrechtlichen Anordnungen dürfen sich nicht ändern, nur weil eine Landesgrenze überschritten wird.

Zur heutigen Berichterstattung am 15. August laden wir Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihr Kommen.

Was: Fahrraddemonstration auf vier Routen

Wann: Sonntag, 15. August 2021

Routen und Zeiten: siehe Fahrraddemo am 15. August: Radwege verbinden Bezirke – sicher auf der B96/B96a

Kundgebung: ca. 14 Uhr vor dem Bundesverkehrsministerium (Invalidenpark) mit Redebeiträgen von ADFC Berlin, ADFC Brandenburg und Gast-Redebeitrag von Fridays For Future

Die Fahrraddemonstration findet unter Einhaltung der Corona-Schutzregeln statt. Es wird auf Abstand geachtet, die Teilnehmenden tragen medizinische Maske.

_____________________________________________________________________

Pressekontakt Berlin: Lisa Feitsch, E-Mail: presse@adfc-berlin.de, Tel. (auch mobil): +49 (0)30 – 44 04 99 74