Radwege statt Lkw-Parkstreifen: Fahrrad-Demo in Marzahn und Lichtenberg

Am 10. April 2019 demonstrierten ADFC-Stadtteilgruppen gemeinsam mit fahrradfreundlichen Netzwerken für sicheres Radfahren in Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg.






Von der Gehrenseebrücke ging es gemeinsam nach Biesdorf. Protestiert wurde an insgesamt vier lebensgefährlichen Stellen für Radfahrende. Die ohnehin enge Gehrenseebrücke hat keinerlei Radinfrastruktur. Radfahrende müssen sich den Platz mit dem 50 km/h und schnelleren Kfz-Verkehr teilen. Unsere Forderung: Neubau einer separaten Fahrrad- und Fußgängerbrücke und als kurzfristige Maßnahme – bis zur Fertigstellung – Freigabe des Gehwegs für Radfahrende und Tempo 30!

Am Marzahner Kreuz werden auf der Brücke stadtauswärts die Radfahrenden vom Radweg zwischen zwei Fahrspuren in den Fließverkehr gezwungen. Selbst ein Ortstermin mit dem Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses vor über einem Jahr hat hier keinerlei Änderungen bewirkt. Es wird immer auf den Neubau des Kreuzes verwiesen – irgendwann. Diese schlimme Gefahrenstelle soll also noch Jahre erhalten bleiben. Die sehr breite Märkische Allee hat drei Fahrspuren, deren rechte komplett von Lkw zugeparkt ist. Es gibt keinerlei Infrastruktur für Radfahrende und zu Fuß gehende. Unsere Forderung: Lkw-Parkspur zum Radstreifen machen!


Auf der ausschließlich dem Autoverkehr vorbehaltenen Straße Alt-Biesdorf (B1) fordern wir einen geschützten Radfahrstreifen. Das hiesige Otto-Nagel-Gymnasium unterstützt unsere Forderung, um den Schülerinnen und Schülern einen sicheren Weg zur Schule zu ermöglichen. Wir bedanken uns bei den Netzwerken Fahrradfreundliches Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf für die tolle Zusammenarbeit und bei der Polizei für die umsichtige Begleitung.