Aufruf zum Ride of Silence 2019

Foto: Andreas Stenzel

Am 15.05.2019 demonstrieren weltweit Radfahrende für mehr Aufmerksamkeit und Sicherheit im Straßenverkehr. Fahrt mit und werdet Teil eines weltweiten Statements! Start am Brandenburger Tor um 19 Uhr.


Jedes Jahr findet der Ride of Silence in mehr als 350 Städten gleichzeitig statt. Mit der Demonstration erinnern wir an verletzte und getötete Radfahrende und fordern mehr Sicherheit für uns im Straßenverkehr!

Wer möchte, kann um 18 Uhr vor der Demonstration mit einer gemeinsamen Andacht in der Marienkirche (Karl-Liebknecht-Str. 8, 10178 Berlin) an die verunglückten Radfahrinnen und Radfahrer erinnern, von dort gemeinsam zum offiziellen Start des Ride of Silence zum Brandenburger Tor fahren.
Der Ride of Silence ist eine ca. 17 km lange Gedenkfahrt, zu der wir um 19 Uhr am Brandenburger Tor starten.

Routendarstellung mit der Möglichkeit, den Track herunterzuladen

2018 kamen elf Radfahrerinnen und Radfahrer im Berliner Straßenverkehr ums Leben. In diesem Jahr ist bereits eine Person verunglückt.

Zum Gedenken an die Toten stellt der ADFC Berlin jedes Jahr weiße Geisterräder auf. Viele von ihnen werden wir auf der Demonstrationsroute (s.u.) passieren. Mehr Infos zu Geisterrädern und eine Dokumentation der tödlichen Radunfälle gibt es unter www.geisterraeder.de

Die Teilnehmenden des Ride of Silence fahren schweigend. Bitte respektiert den traurigen Anlass: Soundsysteme, Alkohol oder Partystimmung sind während der Demonstration nicht angebracht.

Außerdem tragen die Teilnehmenden weiße oder helle Kleidung. Der ADFC Berlin bietet wieder weiße T-Shirts mit Logo an. Ihr könnt sie vor dem Start der Demo oder schon jetzt für 10 Euro (Selbstkostenpreis) im ADFC-Onlineshop erwerben, oder im ADFC Velokiez während der Bibliotheksöffnungszeiten (Mi. und Fr. von 15:30 bis 18:30 Uhr) in der Möckernstr. 47 direkt kaufen.


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Download

Wer uns bei einer Aktion entlang der Demo-Route unterstützen möchte, melde sich bitte vorab unter sternfahrt@adfc-berlin.de. (Treffen vor der Demo um 17:30 Uhr am Brandenburger Tor/Platz des 18. März, Westseite.)

Wer später dazu kommen möchte: Wir nutzen die App Critical Maps, damit Ihr seht, wo wir sind.

Warum demonstrieren wir?

Unfallzahlen gestiegen

Im letzten Jahr geschahen in Berlin 7.971 Radunfälle, 900 mehr als im Jahr zuvor. 11 Radfahrerinnen und Radfahrer kamen dabei ums Leben. Die Zahl der Schwerverletzten stieg auf 743, 116 mehr als im Vorjahr. Insgesamt wurden 2018 in Berlin mehr als 144.000 Verkehrsunfälle verursacht. Etwa zwei Drittel der Todesopfer sind Fußgänger und Radfahrer, obwohl sie zusammen an weniger als fünf Prozent der Unfälle beteiligt waren.

Abbiegende Kfz sind größte Gefahr

Die häufigste Unfallart zwischen Kfz und Fahrrad ist der Abbiegeunfall. Laut Unfallforschung der Versicherer (UDV) tragen in mehr als 90 Prozent der Fälle die Kraftfahrer die Haupt- oder Alleinschuld, weil sie Fehler beim Abbiegen machen. Obwohl dies seit Jahrzehnten bekannt ist, bekommt die Politik das Problem nicht in den Griff. In Berlin nimmt der Anteil der Abbiegeunfälle sogar zu. In fast 1.700 Fällen verwickelten Autofahrerinnen und Autofahrer Radfahrende in einen Unfall, weil sie Fehler beim Abbiegen machten – meist verletzen sie beim Rechtsabbiegen den Vorrang des Radverkehrs. Hauptverursacher von Radunfällen mit Todesfolge sind Lkw-Fahrer. Sie verursachen im Schnitt jeden dritten tödlichen Radunfall. Bundesweit steigt die Zahl der von Lkw getöteten Radfahrer seit Jahren.

Video von Zeit Online über den Ride of Silence 2016: Die tödliche Seite des Radverkehrs (ZEIT Online)


Route und Informationen zu den Todesfällen