Demonstration für sichere Radwege in der Albrechtstraße

Verkehr auf der Albrechtstraße

Mehr Sicherheit durch sichere Radwege in der Steglitzer Albrechtstraße. Dazu rufen das Netzwerk Fahrradfreundliches Steglitz-Zehlendorf gemeinsam mit der ADFC-Stadtteilgruppe Steglitz-Zehlendorf auf.

Die Albrechtstraße in Steglitz-Zehlendorf ist eine stark befahrene Straße, die vor allem von dem BVG-Linienverkehr der Linien M82, X83, 282 und 284 genutzt werden. Außerdem findet hier der Zulieferverkehr der im Abschnitt zwischen Berlinickestraße und der Kreuzung Albrechtstraße/ Klingsorstraße/ Neue Filandastraße befindlichen Geschäfte statt, der durch LKW abgewickelt wird. Gerade dieser Bereich ist wegen des schmalen Fahrbahnquerschnitts besonders schlecht für Radfahrende zu bewältigen, obwohl dort bis zur Kreuzung Klingsorstraße/ Neue Filandastraße/ Albrechtstraße Tempo 30 gilt.

Auch eine alternative Umfahrung dieses Bereiches über Lauenburger Straße, Südendstraße und Robert-Lück-Straße ist nicht ohne Risiko. Obwohl die Lauenburger Straße als Fahrradstraße ausgewiesen ist, gibt es dort regen Durchgangsverkehr, bedingt auch durch die Anwohner. Die Südendstraße wird durch die kreuzende Neue Filandastraße unterbrochen. Genau an dieser Kreuzung können lediglich die zu Fuß Gehenden sicher per Bedarfsampel die Straße überqueren. Für den Radverkehr gibt es diese Einrichtung nicht. In den verkehrsarmen Randzeiten lässt es sich allerdings stressfrei meistern. Erst wenn die Einmündung Robert-Lück-Straße/ Albrechtstraße (Richtung Schloßstraße) wieder erreicht ist, fahren Radler wieder sicherer – bis der Radweg an der Kreuzung zur Düppelstraße ein jähes Ende nimmt.

Von der Schloßstraße kommend ist die Situation genauso schlecht: Radfahrende werden dort vom Hochbordradweg im Einmündungsbereich Albrechtstraße / Berlinickestraße auf die Fahrbahn geführt, müssen gegebenenfalls an der dortigen Fußgängerampel anhalten und später unter erschwerten Bedingungen (die Überwindung des Hügels) weiterfahren. Dazu kommt, dass kurz hinter der Ampel der Angebotsstreifen endet und somit die Radfahrenden im Mischverkehr mit allen anderen Fahrbahnnutzern unterwegs sind.

Eine weitere Herausforderung ist dann noch, dass auf diesem schmalen Abschnitt nicht nur der Parkraum neben der Fahrbahn an den meisten Stellen belegt ist, sondern auch noch in zweiter Spur “kurz” geparkt wird, was zum Verlust der Sichtbeziehung führt und damit wieder die Radfahrenden gefährdet. Bisher liegt in diesem Bereich noch keine vernünftige Lösung für den Lieferverkehr seitens des Bezirksamtes vor.

Deshalb demonstrieren wir auf der Albrechtstraße im Bereich zwischen Berlinickestraße und Schützenstraße. Die ersten 30 Minuten nutzen wir die Fahrbahn und stellen uns als “lebende” Poller in einer Reihe (mit ausreichendem Abstand) auf. Danach verlegen wir unsere Demonstration auf den Gehweg bis zum Ende der Demo um 18:00 Uhr. Für den Teil mit der Fahrbahn sind radelnde Teilnehmer willkommen.

Kommt zahlreich und unterstützt uns bei der Forderung nach sicheren Radwegen!
Bitte Maske nicht vergessen und Abstand halten!