Einladung zum FahrRat in Marzahn-Hellersdorf

Damit das Radfahren in Marzahn-Hellersdorf sicherer und komfortabler wird, brauchen wir vor allem eine bessere Infrastruktur. Wir verhandeln mit Politik und Verwaltung zu Baumaßnahmen und zu konkreten Gefahrenstellen. Der nächste FahrRat-Termin ist der 19.12.19 um 18 Uhr, Wolfener Str. 32 – 34. Komm vorbei und werde aktiv!

Der FahrRat ist ein beratendes Gremium zur Bürgerbeteiligung in Radverkehrsangelegenheiten, dieses soll politische Entscheidungsträger beraten. Seit Inkrafttreten des Mobilitätsgesetzes im Juli 2018 gibt es hierzu einen gesetzlichen Rahmen. Den FahrRat gibt es auf Landes- und auf Bezirksebene. Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf beteiligt sich die ADFC-Stadtteilgruppe Wuhletal seit Jahren am FahrRat.

Die Sitzungen des FahrRat MaHe sind öffentlich. Der nächste FahrRat-Termin ist der 19.12.19 um 18 Uhr, Wolfener Str. 32 – 34, Haus K, 3. Etage (es besteht barrierefreier Zugang), 12681 Berlin. U.a. stehen für den 19.12. diese Themen: Realisierungs- und Planungsstand von Radverkehrsprojekten des Bezirks, Öffnung von Einbahnstraßen für beiderseitigen Radverkehr, Marzahner Brücke, Radschnellweg entlang der U5, Allee der Kosmonauten, Kastanienallee, Radabstellanlagen, Unfallanalyse (insbes. Unfall eines radfahrenden Schülers im Bentschener Weg), Louis-Lewin-Str., Cottbusser Straße, Chemnitzer Straße, Gülzower Straße. Wir wollen nachhaken, wie zu unseren Vorschlägen vom Fahrrat am 13.3.19 weiter verfahren wird.

Aus der FahrRat-Sitzung MaHe am 16.01.2019

Mit dem Übergang des Stadtratamtes an Nadja Zivkovic Ende 2018 bekam auch der FahrRat eine neue Leitung und tagte am 16.1.19 in deutlich konstruktiverer Atmosphäre als zuvor. (Siehe hierzu auch die Februarausgabe von Die Hellersdorfer, Seite 9.) Dass Frau Zivkovic sich selbst als begeisterte Radfahrerin bezeichnet, macht Hoffnung, dass sie Radlerbelange ernst nimmt. Neben BVV-Verordneten und dem ADFC waren Vertreter von Nabu, BUND und Radbezirk MaHe vertreten, weiterhin der Beauftragte für behinderte Menschen und die Verkehrssicherheitsbeauftragte der Polizei. Der von uns eingebrachte Geschäftsordnungsentwurf für den FahrRat wurde am 16.1.19 mit kleinen Änderungen nach gründlicher Diskussion angenommen und bietet eine gute Grundlage für die gemeinsame Arbeit. In der Geschäftsordnung ist u. a. festgehalten, dass von jeder Sitzung ein Protokoll erstellt und zukünftig über die Bezirksamt-Website veröffentlicht werden soll.

Zur als abgeschlossen vorgestellter Maßnahme am nördlichen Blumberger Damm (zw. Landsberger Alle und Mehrower Alle westseitig) gaben wir der Stadträtin Rückmeldung. Das Aufpinseln eines sogen. Angebotsstreifens für Radfahrende auf der Fahrbahn stellt aus unserer Sicht hier keinen Gewinn dar, denn Radfahrende werden durch den motorisierten Verkehr zu eng überholt, insbesondere durch Lkw und Bus. Dass dies gerade bei dieser Art der Verkehrsführung passiert, hat bereits die Abstandsmessung des Tagesspiegels gezeigt: 1,50m werden oft nicht eingehalten. An dem Bushalt Hohensaatener Str. ist es deutlich zu eng. Die Verkehrssicherheitsbeauftragte der Polizei bestätigt dies aus eigenem Erleben als Radfahrerin. Der ADFC hält eine Radweg-Neuanlage neben der bisherigen Fahrbahn für sinnvoller und die örtlichen Bedingungen dazu für günstig.

Hier ist die Geschäftsordnung des FahrRats Marzahn-Hellersdorf: Download

Hier ist das offizielle Protokoll des FahrRat MaHe vom 16.01.2019: Download

Aus der FahrRat-Sitzung MaHe am 13.03.2019

Es stellte sich die Infravelo vor.

Weiterhin ging es u. a. um Radabstellanlagen am Bahnhof Mahlsdorf. Zum dort bestehenden eklatanten Mangel brachte der ADFC wir ein Update und Lösungsvorschläge vor, siehe hierzu auch unseren Artikel Ortskern Mahlsdorf – eine Problemzone und ein Politikum.

Wir erinnerten an die ausstehende Umsetzung des BVV-Beschlusses zu den Auffahrten von der Märkischen Allee auf die Marzahner Brücke.

Weitere von uns eingebrachte Themen sind Gefahrenstellen und Behinderungen durch auf der Fahrbahn parkende Fahrzeuge bei gleichzeitig fehlendem Radweg und schlecht einsehbaren Straßenübergängen (ADK, Raoul-Wallenberg,Neue Grottkauer,…).

Und wir brachten den Vorschlag ein, die Cottbusser Str. und Glambecker Ring+Parsteiner Ring zu Fahrradstraßen zu entwickeln.

Erstmals war auch eine Vertreterin des Bezirksschulbeirates anwesend. Sie begrüßte das Vorhaben, von nun an in jeder FahrRat-Sitzung konkrete Schulwege ins Visier zu nehmen. Im März betrafen unsere Analyse und Vorschläge zur Louis-Lewin-Straße die Kolibri-Grundschule und das Melanchthon-Gymnasium.

Hier ist das Protokoll des FahrRats vom 13.03.2019: Download

Aus dem FahrRat am 06.08.2019

Der FahrRat begab sich auf eine knapp 2stündige Radtour bevor die Teilnehmenden mehr und weniger erschöpft zu kurzer Sitzung und auf ein Radler in einer Pizzeria einkehrten. Die Route wurde vom ADFC geplant und führte vor allem durch den Ortskern Hellersdorf. Die ca. 25 Teilnehmenden konnten einige Problembereiche leibhaftig erleben, aber auch Strecken im Grünen mit Potential-z.B. als Teil einer Radschnellverbindung entlang der U-Bahn-Linie 5. Am U-Bahnhof Cottbusser Straße wurde auf zu wenige Fahrradbügel und auf fehlende Bordsteinabsenkungen in der Hellersdorfer Straße hingewiesen. Die schlechten Radverkehrsbedingungen in der Eisenacher Straße, Gothaer Straße, Alten Hellersdorfer Straße, der Kastanienallee, der Neuen Grottkauer Straße, der Hellersdorfer Straße, der Cecilienstraße westlich des Blumberger Damms sowie die schlecht gelösten Knotenpunkte Kastanienallee/Hellersdorfer Straße und Alte Hellersdorfer Straße/Gothaer Straße wurden zunächst inspiziert, aber noch nicht ausdiskutiert. Die Eindrücke bieten Stoff für die kommenden FahrRat-Sitzungen.

Zu den beiden Themen Märkische Allee und Brücke Eisenacher Straße, die im Vorfeld schon medial und in der Bezirkspolitik lebhaft diskutiert worden waren, wurden mehrheitlich diese Beschlüsse im FahrRat am 6.8.19 gefasst:

1)Der FahrRat Marzahn-Hellersdorf hält für dringend erforderlich, dass bei der Sanierung der Eisenacher Straße zeitgleich die Brücken über die Wuhle baulich angepasst und mit Radverkehrsanlagen beidseits versehen werden. Den Radverkehr vor den Brücken auf die Fahrbahn zu lenken, würde zu gefährlichen Konflikten mit dem motorisierten Verkehr führen.

2)Der FahrRat Marzahn-Hellersdorf befürwortet die Errichtung von Radverkehrsanlagen beidseits im gesamten Verlauf der Märkischen Allee, bevorzugt als Protected Bike Lanes.

Nachtrag: Stand 7.12.19 ist, dass Radverkehrsanlagen beidseits in der Märkischen Allee schrittweise kommen werden, wobei die genaue Gestaltung noch nicht verlautbart wurde, also ob es wirklich PBL wird. Der erste Abschnitt zwischen S-Bahnhof Ahrensfelde und Mehrower Allee soll zusammen mit der Sanierung der Wuhletalbrücke erstellt werden. Hierzu ist Baubeginn 2022 und Baudauer von 2 Jahren mitgeteilt. Zum südlich davon gelegenen Teil der Märkischen Allee gibt es noch keine definitiven Angaben.

Zur Brücke in der Eisenacher Straße haben wohl Bezirk und Senatsverkehrsverwaltung ausgehandelt, dass der Bezirk wie seinerseits angeboten eine Machbarkeitsstudie zu dieser Brücke erstellen darf, wegen der Personalengpässe in der Planung von Brücken seitens der Senatsverkehrsverwaltung, die sonst für Brücken zuständig ist. Die Brücke für den motorisierten Verkehr ist nicht sanierungsbedürftig und soll wohl bestehen bleiben. Für den Fuß- und Radverkehr könnten z. B. Extra-Brücken beiderseits herauskommen.