Einladung zum FahrRat in Marzahn-Hellersdorf

Damit das Radfahren in Marzahn-Hellersdorf sicherer und komfortabler wird, brauchen wir vor allem eine bessere Infrastruktur. Wir verhandeln mit Politik und Verwaltung zu Baumaßnahmen und zu konkreten Gefahrenstellen. Der nächste FahrRat-Termin ist der 11.11.20 um 18 Uhr.

Der FahrRat ist ein beratendes Gremium zur Bürgerbeteiligung in Radverkehrsangelegenheiten, dieses soll politische Entscheidungsträger beraten. Seit Inkrafttreten des Mobilitätsgesetzes im Juli 2018 gibt es hierzu einen gesetzlichen Rahmen. Den FahrRat gibt es auf Landes- und auf Bezirksebene. Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf beteiligt sich die ADFC-Stadtteilgruppe Wuhletal seit Jahren am FahrRat. Die Sitzungen des FahrRat MaHe sind öffentlich.

Der nächste FahrRat-Termin ist der 11.11.20 um 18 Uhr, der Sitzungsort wird kurz vorher bekanntgegeben. Wir werden nachhaken, was zu den bisherigen Beschlüssen erfolgte, unter anderem zur Louis-Lewin-Straße, zur Marzahner Brücke und zur Kreuzung Mehrower Allee/Blumberger Damm sowie zum Wuhlewanderweg.

Diese neuen Themen werden wir am 11.11.20 einbringen:
  • Am Hultschiner Damm soll der Zweirichtungsradwegs nicht weiter als benutzungspflichtig ausgewiesen werden, denn hierfür ist der Weg zu schmal und die Gestaltung birgt Unfallgefahr. Es sollen Planungen aufgenommen werden, auf der Westseite des Tramgleises einen Radweg zu schaffen.
  • Gewerbetreibende und Vermieter*innen sollen vom Bezirksamt proaktiv Informations- und Förderungsangebote erhalten, für Kund*innen bzw. für Mieter*innen ausreichende und sichere Fahrradabstellanlagen bereitzustellen. Diese sollen möglichst ebenerdig und als fest installierte Bügel gestaltet sein. Mieter*innen sollen möglichst überdachte und abschließbare Anlagen ermöglicht werden. Dies ist als Wirtschaftsförderung, Tourismusförderung und Klimaschutzmaßnahme förderwürdig. Hintergrund: bei Wohnungsneubau sind Fahrradbügel für Mieter vorgeschrieben. In Bestandsmieten sind flächendeckend zu wenige und zu schlechte Fahrradabstellmöglichkeiten für Mieter*innen vorhanden. Das Rad nicht sicher an der Wohnung oder vor einem besuchten Laden anschließen zu können oder es in den Keller tragen zu müssen, schränkt die Nutzung des Fahrrads im Alltag erheblich ein. Für Kinder und ältere Menschen ist dies besonders relevant. Auch das sichere Abstellen von Lastenrädern ist für Mieter*innen bisher kaum möglich.

Aus der FahrRat-Sitzung MaHe am 16.01.2019

Mit dem Übergang des Stadtratamtes an Nadja Zivkovic Ende 2018 bekam auch der FahrRat eine neue Leitung und tagte am 16.1.19 in konstruktiverer Atmosphäre als zuvor. Neben BVV-Verordneten und dem ADFC waren Vertreter von Nabu, BUND und Radbezirk MaHe vertreten, weiterhin der Beauftragte für behinderte Menschen und die Verkehrssicherheitsbeauftragte der Polizei. Eine Geschäftsordnung und die Veröffentlichung von Protokollen wurde beschlossen.

Hier ist die Geschäftsordnung des FahrRats Marzahn-Hellersdorf: Download

Hier ist das offizielle Protokoll des FahrRat MaHe vom 16.01.2019: Download

Aus der FahrRat-Sitzung MaHe am 13.03.2019

Es stellte sich die Infravelo vor.

Weiterhin ging es u. a. um den eklatanten Mangel an Radabstellanlagen am Bahnhof Mahlsdorf und um die Marzahner Brücke.

Gefahrenstellen und Behinderungen durch auf der Fahrbahn parkende Fahrzeuge bei gleichzeitig fehlendem Radweg und schlecht einsehbaren Straßenübergängen wurden von uns thematisiert(ADK, Raoul-Wallenberg,Neue Grottkauer,…).

Und wir brachten den Vorschlag ein, die Cottbusser Str. und Glambecker Ring+Parsteiner Ring zu Fahrradstraßen zu entwickeln.

Erstmals war auch eine Vertreterin des Bezirksschulbeirates anwesend. Sie begrüßte das Vorhaben, von nun an in jeder FahrRat-Sitzung konkrete Schulwege ins Visier zu nehmen. Im März betrafen unsere Analyse und Vorschläge zur Louis-Lewin-Straße die Kolibri-Grundschule und das Melanchthon-Gymnasium.

Hier ist das Protokoll des FahrRats vom 13.03.2019: Download

Aus dem FahrRat am 06.08.2019

Der FahrRat begab sich auf eine knapp 2stündige Radtour vor allem durch den Ortskern Hellersdorf. Die Themen wurden erst in späteren Sitzungen eingehend diskutiert, vor allem am 11.6.20 wurden mehrere Beschlüsse dazu gefasst.

Zu den beiden Themen Märkische Allee und Brücke Eisenacher Straße, wurden mehrheitlich Beschlüsse im FahrRat am 6.8.19 gefasst. Mangels Protokoll sind sie hier veröffentlicht:

  • 1)Der FahrRat Marzahn-Hellersdorf hält für dringend erforderlich, dass bei der Sanierung der Eisenacher Straße zeitgleich die Brücken über die Wuhle baulich angepasst und mit Radverkehrsanlagen beidseits versehen werden. Den Radverkehr vor den Brücken auf die Fahrbahn zu lenken, würde zu gefährlichen Konflikten mit dem motorisierten Verkehr führen.
  • 2)Der FahrRat Marzahn-Hellersdorf befürwortet die Errichtung von Radverkehrsanlagen beidseits im gesamten Verlauf der Märkischen Allee, bevorzugt als Protected Bike Lanes.

Protokoll der FahrRatsitzung vom 19.12.19: Download

Protokoll der FahrRatsitzung vom 11.06.20: Download

Protokoll der FahrRatsitzung vom 11.08.20: ist noch ausstehend

Unser Zwischenfazit

Im FahrRat Marzahn-Hellersdorf wird lebhaft diskutiert und werden Beschlüsse zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur gefasst, die auch vor allem von Bezirksverordneten aufgegriffen werden. Entsprechend häufig finden sich die FahrRat-Themen in der Bezirksverordnetenversammlung wieder. Auch die Belange von Fußgänger*innen sind dabei stets im Blick.

Leider sind bisher wenige neue Radwege in Marzahn-Hellersdorf entstanden und sind viele Anregungen und Beschlüsse des FahrRats bisher nicht umgesetzt, teils noch nicht mal in Planungen einbezogen. Das ist besonders relevant, wo auf klare Gefahrenstellen hingewiesen wurde, wie z.B. in der Louis-Lewin-Straße und der Neuen Grottkauer Straße. Es scheint auch ein Ortstermin mit betroffenen Schüler*innen und Eltern (Dezember 2019 Melanchthongymnasium) nicht dazu zu führen, dass konsequent an einer Lösung gearbeitet wird.

Park- und Geschwindigkeitsbegehrlichkeiten der Motorisierten scheinen nicht angetastet werden zu sollen. Personalnot im Bezirksamt ist nicht das einzige Problem. Klare Haltung für Priorität von Verkehrssicherheit und für die Mobilitätswende muss sich auch konkret und zügig im Straßenbild wiederfinden