Mittwoch, 27. Oktober: digitales RadForum ab 19 Uhr - Verkehrswende in den Kommunen - Ergebnisse der Forschungsruppe des WZB-Projekts „Verkehrswendebüro"

Am Mittwoch, den 27.10.2021 um 19 Uhr ist die Forschungsgruppe “Digitale Mobilität und gesellschaftlicher Wandel” des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) zu Gast im ADFC-RadForum. Die Forschungsruppe hat sich im Rahmen des WZB-Projekts „Verkehrswendebüro“ mit der Verkehrswende in den Kommunen beschäftigt. Einige Schlussfolgerungen im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit von Kommunen bei der Verkehrswende:

Kommunen zeigen bei der Verkehrswende im Sinne der Reduktion des motorisierten Individualverkehrs (MIV) und der Verbreiterung des Umweltverbundes durchaus ein sehr hohes Engagement. Sie sind aber für Maßnahmen der Verkehrswende zum Beispiel bei Entwicklung innovativer Projektideen, die oft mit Fördermitteln finanziert werden, in der Verwaltung nicht aufgestellt und sind bei der Antragsstellung bereits überfordert.

Maßnahmen und Projekte der Verkehrswende können nicht durch Verwaltungshandeln allein erreicht werden. Es muss in den Kommunen der politische Wille bei den gewählten Akteuren vorhanden sein, die wiederum Handlungsanleitung und -rahmen für die Verwaltung vorgeben und die politische Verantwortung übernehmen.

Um den MIV zu senken, sind Alternativen notwendig. Weder das Fahrrad oder Busse und Bahnen sind alleine geeignet, diese Alternativen darzustellen. Als Achillesferse der Verkehrswende entpuppt sich der öffentliche Verkehr (ÖV). Wenn dem ÖV nicht gelingt, eine Tür-zu-Tür Beförderung für die Letzte Meile zu organisieren, wird die Verkehrswende nicht gelingen. Es gäbe aber Alternativen für die Letzte Meile.

Zu Gast bei uns im Radforum am 27.10. ist Anke Borcherding. Sie ist Mobilitätsbeauftragte der FU Berlin und Gast der Forschungsgruppe. Sie hat zusammen mit Andreas Knie das „Verkehrswendebüro“ geleitet und beschäftigt sich theoretisch und vor allem praktisch mit Projekten zum Thema Mobilität und ist in der Stadt und auf dem Land immer nur mit dem ÖV, dem Rad und manchmal mit einem Carsharing-Auto unterwegs.

Sie wird einen wissenschaftlichen Impuls geben und einige Projekte der Arbeit vorstellen.

Wir freuen uns auf die Diskussion im Anschluss!

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