Verkehrsingenieurstellen

Der Senat von Berlin hat in seinen Koalitionsvereinbarungen im November 2016 beschlossen, in jedem Bezirk zwei zusätzliche Radverkehrsplanerstellen einzuführen. Es ist Konsens, dass diese Stellen nötig sind, um dringende Infrastrukturmaßnahmen für den Radverkehr durchzuführen. Da sich die Stellenbesetzungen noch immer hinziehen, fordern wir, dass bis zur erfolgreichen Besetzung dieser Stellen die Aufgaben von den im Bezirk vorhandenen Verkehrsingenieurinnen und Ingenieuren des FB Straßen wahrgenommen werden.

Infrastrukturmaßnahmen für den Radverkehr werden seit vielen Jahren vom Senat und der Bezirksverordnetenversammlung unseres Bezirks für dringlich erachtet, aber die Bezirksverwaltung hat sie bisher nicht umgesetzt. Nach dem Verständnis der Radverbände im FahrRat Tempelhof-Schöneberg sollen diese Infrastrukturmaßnahmen für den Radverkehr vorübergehend von den vorhandenen Verkehrsingenieuren übernommen werden Zwei zusätzliche Rad-Planstellen pro Bezirk sind vom Senat und vom Bezirksamt seit anderthalb Jahren beschlossen, das ergibt insgesamt drei Radplanerstellen in Tempelhof-Schöneberg, von denen z.Zt nur eine besetzt ist. Notwendig ist dies, weil:

  • die hohe Dringlichkeit durch tote, schwer sowie leicht verletzte Radfahrer nachgewiesen ist
  • die Verkehrsplanungsingenieursstellen bisher die Aufgaben für die Fahrradinfrastruktur nicht ausreichend erfüllt haben
  • BVV-Beschlüsse für den Radverkehr seit vielen Jahren mangels Kapazität verschoben werden
  • Viele Aufgaben für die Rad-Infrastruktur ohne Zusatzkenntnisse durch die vorhandenen Verkehrsingenieure leicht durchführbar sind, z.B. Asphaltierungen auf geplanten Fahrrad-Nebenrouten

Mit dieser geänderten Aufgabenverteilung kann die bisherige Prioritätensetzung zwischen Maßnahmen für den Radverkehr und den Kfz-Verkehr rasch zugunsten des Radverkehrs geändert werden.